Deine DNA ist nicht dein Schicksal

dna-schicksal

Wir erben von unseren Eltern. Aber können wir unsere Gene vielleicht im Laufe des Lebens verändern? Die Wissenschaft der Epigenetik antwortet: „JA, wir können“!

Die bahnbrechende Erkenntnis der Epigenetik: Die DNA ist nicht in Stein gemeißelt, sondern verändert sich mit unserem Lebensstil. Partner, Freunde, Essen, Sport und sogar unsere Gedanken wirken auf unser Erbgut ein.

Bis vor kurzem war sich die Fachwelt noch einig, dass unsere Gene unveränderlich sind. Dieser Glaube, bezeichnet als „biologischer Determinimus“, ist aber nicht gerechtfertigt.

Denn bis heute gibt es keine ernstzunehmende Studie, die einen klaren Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein eines Gens und der dazugehörigen Eigenschaft (wie z.B. hoher IQ) nachweisen kann.

Deshalb suchten die Forscher nach einer neuen Spur. Der kanadische Neurowissenschaftler Michael Meaney entdeckte kleine chemische Markierungen auf den Genen von Krebszellen. Diese so genannten Methylgruppen verändern nicht das Gen selbst, sondern deaktivieren einfach den Inhalt des Gens.

Zum Zeitpunkt dieser Entdeckung ging die Forscherwelt noch davon aus, dass die Aktivierung des Erbgutes ausschließlich im Embryonalstadium erfolgen kann.

Experimente mit Ratten lieferten den Beweis, dass diese Annahme falsch ist. Die kanadischen Forscher untersuchten das Erbgut der Ratten gezielt auf ein Gen, das für Stressabbau sorgt. Bei solchen Ratten, die liebevoll großgezogen wurden, war das Gen aktiviert, bei vernachlässigten Ratten dagegen deaktiviert. Die Forscher gaben nun Ratten-Babys von groben Eltern unter die Obhut einer fremden, aber einfühlsamen Mutter.

Das erstaunliche Ergebnis: das vermeintlich gestresste Rattenkind wurde ebenso stressresistent und gab dies auch an seine eigenen Kinder weiter.

Die Gene steuern uns nicht – wir steuern die Gene!

Ähnliche Studien und Versuche wurden auch an unsereins durchgeführt. Die Forscher fanden die vielfach zitierten Super-Gene nicht. Es gibt kein Stress-Gen, kein Glücks-Gen und auch kein Superschlau-Gen. Am Ende ihrer Auswertungen kamen die Wissenschaftler immer zum selben Fazit: Gene lernen aus Erfahrung.

Was bedeutet das für uns? Mit unserer Art zu leben entscheiden wir darüber, welche Gene wir in uns aktivieren. Wir können unseren Körper gesund denken. Da die DNA schnell (binnen Tage und Wochen) auf äußere Einflüsse reagiert, ist es nie zu spät damit anzufangen. Und wenn die vollkommene Gesundheit einmal da ist, sind auch Glück und Freude nicht mehr fern.

Zum Abschluss noch einige Tipps um dir deine Wunsch-DNA zu basteln:

  • Achte auf ausreichend körperliche Bewegung (am Besten an frischer, sauberer Luft)
  • Ernähre dich gesund (Gemüse, Obst & Co.)
  • Sündige in Maßen (Alkohol, Zigaretten, etc.)
  • Achte auf genügend Schlaf
  • Suche dir Freunde, die das Positive in dir verstärken
  • Denke und tue erhebende Dinge
  • Entspanne dich regelmäßig
  • Höre dir DNA Talk an, unseren Meditations-Neurostream

Wer es genauer nachlesen will, dem sei zum Einstieg der mehrseitige Spiegel-Titel “Der Sieg über die Gene” (Ausgabe 32/2010) empfohlen (Link)

Exzellente Bücher zum Thema Epigenetik (und warum dies eine erfreuliche Revolution sein könnte):

Dies ist ein Beitrag unseres Gast-Bloggers Stefan Seidner, Herausgeber von Secret-Wiki.de

fb-dna
wp-dna